Bremer Tümmler in der Schausaison 2011

Die Schausaison 2011 begann Mitte November mit der HSS in Levern. Die Festhalle in Levern bot ideale Ausstellungsbedingungen. Einreihiger Käfigaufbau und breite Gänge prägten das Bild. Unser Dank gilt den Mitgliedern des RGZV Levern und ihren Vorkämpfern D. Geisemeyer und G.-W. Culemann. Eine weitere SS schlossen wir der Nationalen Bundessiegerschau in Dortmund an. Auf beiden Schauen stimmte nicht nur die Tierzahl sondern vor allem die Qualität der ausgestellten Tiere.

Den Reigen der Farbenschläge eröffneten 12,10 Weiße. Eine klasse Kollektion, die inzwischen den geforderten Typ des Bremer Tümmlers verkörpert. Die gezeigten Tiere konnten in Körperform, Haltung, Brustbreite und super Augenfarbe überzeugen. Wünsche gab es bezüglich der Rückendeckung und des losen Halsgefieders. H.-W. Culemann V 97 2x, hv 96 4x.

Nach vielen Jahren sahen wir erstmals wieder 4,5 Schwarze. Leider befasst sich z.Zt. nur 1 Züchter mit diesem Farbenschlag. Waren Körperform und Haltung überwiegend in Ordnung, so gab vor allem Wünsche und Mängel bezüglich der Schnabelfarbe, der Gefiederfarbe, die teilweise sehr duff war, sowie dem Schwanzgefieder, das ausgereifter hätte sein können.

Wie bei den Schwarzen, so ist auch bei den 4,4 Blauen mit schwarzen Binden noch sehr viel züchterische Arbeit notwendig. Sie waren in Figur, Stand und Brustfülle zwar recht ansprechend; bessere Rückendeckung, reinere Schnabelfarbe und sattere Bindenfarbe gehörten zu den meistgenannten Wünschen. H.-H. Müller hv 96.

Was für die Blauen mit schwarzen Binden galt, konnte auf die 1,4 Blaufahlen übertragen werden. Auch hier gibt es nur eine kleine Zuchtbasis, so dass Fortschritte nur in kleinen Schritten möglich sind. H.-H. Müller hv 96.

Die 9,10 Schwarzgescheckten überzeugten durch ihre Körperform, Körperlänge, Brustbreite und Standhöhe. Wünsche gab es bezüglich der Schwanzfederlage und der Forderung nach einer gleichmäßigeren Scheckung. T. Happke hv 96 3x.

Es schlossen sich 1,2 Braungescheckte an, die den Schwarzgescheckten kaum nachstanden und auf die die gleichen Vorzüge und Wünsche zutrafen. A. Kirchhoff hv 96.

Die 9,11 Weißschläge schwarz überzeugten durch prima Körperform, Haltung, Stand, Kopfform, Augenfarbe und überwiegend lackreicher Gefiederfarbe. Tiere mit duffer Gefiederfarbe und zu kleine, kurze Tiere konnten kein sg mehr erreichen. A. Kirchhoff V 97 + hv 96, W. Reibert V 97, J. Lübbe hv 96.

ein Meldeergebnis von 12,8 Weißschläge braun war vor wenigen Jahrennoch unvorstellbar. Körperform, Körperlänge, Haltung, Stand sowie Augenfarbe überzeugten. Mehr Stirnanstieg und eine gleichmäßigere Gefiederfarbe waren die meistgenannten Wünsche. G. Bextermöller V 97, A. Kirchhoff hv 96.

Auch ein Meldeergebnis von 7,3 Weischläge blau mit schwarzen Binden hätte niemand erwartet. Gab es auf der einen Seite Tiere mit der richtigen Größe, Körperform, Haltung, Standhöhe, Farbe und Zeichnung, so gab es auf der anderen Seite Tiere die das Größenmaß überschritten, aber auch Tiere die zu schwach und zu schmal im Körper waren. H.-H. Müller hv 96.

Es schlossen sich 4,4 Weißschläge blaufahl und 3,3 Weißschläge braunfahl an, bei denen die gleichen Forderungen wie bei den Blauen Weißschlägen auf den Bewertungskarten zu lesen waren. Bei beiden Farbenschlägen ist vor allen Dingen eine einheitliche Farbe gefordert.

Die gezeigten 2,5 Weißschläge mit Bärtchen schwarz entsprachen nicht Qualität der vergangenen Jahre. Waren Körperform, Stand, Schnabelfarbe in Ordnung, so hätte die  Körperhaltung korrekter, sowie die  Augenfarbe und Gefiederfarbe intensiver sein können. Für einen überzeugenden Auftritt gehört bei dieser Farbvariante auch ein optisch schönes geputztes Bärtchen. J. Lübbe hv 96.

Den Abschluss bildeten 0,3 Weißschläge mit Bärtchen braun sowie 2,0 Weißschläge mit Bärtchen blau mit schwarzen Binden und 0,1 Weißschlag mit Bärtchen braunfahl. Diese letztgenannten Farbvarianten sind meist Zufallsprodukte die bei der Zucht der Weißschläge ohne Bärtchen entstehen. Leider gibt es z.Zt. keine Züchter, die sich intensiv mit der Zucht der Bärtchenvariante beschäftigt, was sicher eine lohnenswerte Aufgabe darstellen würde.

Eine erfolgreiche Schausaison liegt hinter uns, in der von einer kleinen Züchterschar beeindruckende Kollektionen gezeigt wurden. 

 

Gregor Bextermöller

Zuchtwart